Graupapagei

 

 

 

 

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Graupapagei



Der Graupapagei ist der einzige Papagei aus der Gattung Psittacus. Die Vogelart gehört in die Familie der eigentlichen Papageien und hat eine Körperlänge von ungefähr 33 Zentimeter. Mit rund 450 Gramm gehört er zu den großen Papageien Afrikas. Die Graupapageien werden in Europa vor allem in Zoos gehalten, sind aber auch in Privathaushalten immer wieder zu finden. In der Kognitionsforschung haben sie eine große Relevanz, da sie sehr intelligent sind und darüber hinaus auch die Sprache nachahmen können. Im Gegensatz zu den zahmen Vertretern – die zu Hause gehalten werden – liegen über die wilden Graupapageien kaum Forschungsergebnisse vor. Deshalb ist von ihrem natürlichen Verhalten bisher nicht viel bekannt.

 


Arten der Graupapageien

Die Art kann in drei verschiedene Unterarten unterteilt werden. Der Kongo-Graupapagei und der Timneh-Graupapagei werden inzwischen allerdings zu einer einzigen Art zusammengefasst. Principe und Pioko waren weitere Unterarten der Graupapageien. Allerdings werden sie heute nicht mehr erwähnt, da die Verbreitung zu gering ist.


Graupapageien erhalten ihren Namen vor allem durch die Färbung ihres Gefieders. Das Gesicht der Vögel ist weiß, die Augen sind in der Regel frei von Gefieder. Die Federn werden am Kopf optisch heller. Die Haut der Papageien ist weiß. Darüber hinaus hat der Graupapagei einen schwarzen Schnabel und eine gelbe Iris. Große Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern sind äußerlich kaum zu bemerken. In der Regel ist die Färbung der Federn identisch und auch der Körper kann nicht als Unterscheidungsmerkmal dienen. Allerdings sind die Weibchen im ausgewachsenen Zustand etwas kleiner als die Männchen. Oftmals kann hierbei allerdings nicht unterschieden werden, ob es sich um ein kleines Männchen oder um ein großes Weibchen handelt, weshalb viel Erfahrung in der Bestimmung notwendig ist.


Innerhalb der Papageienarten gibt es weitere Unterschiede. So können Tiere aus verschiedenen Ländern – obwohl zur gleichen Unterart gehörend – je nach Herkunft unterschiedlich groß sein. Und auch die Farbe kann je nach Herkunfstland variieren. Ein weiteres Merkmal der Graupapageien sind die roten Schwanzfedern. Kongo- und Timneh-Graupapageien zeigen innerhalb der Färbungen von Schwanz und Schnabel kleine Unterschiede.

 


Die natürliche Lebensweise der Graupapageien

Die Graupapageien sind typische Baumbewohner, die in den tropischen Regenwäldern, Feuchtsavannen und Mangroven leben. Die Vögel fressen vegetarische Nahrung wie Nüsse, Samen, Beeren oder Früchte. Innerhalb der zur Verfügung stehenden Nahrung unterscheiden sie allerdings nicht und fressen daher fast alles, was ihnen gerade vor den Schnabel kommt. Da sie sich vor allem in Bäumen aufhalten, an die sie sich sehr gut anpassen können,  fressen sie vor allem Samen, Blüten und Früchte, die auch den Bäumen selbst wachsen. In diesem Bezug sind die Defizite in der Erforschung der wilden Graupapageien ganz deutlich. Obwohl sie sich von heimischen Pflanzen ernähren, wurde auch beobachtet, dass sie sich gebietsfremde Nahrung, wie Bananen, beschaffen.

Daneben verzehren einige Graupapageien auch Lehm und Erde. Zwar wird vermutet, dass sie damit Mineralien aufnehmen und bestimmte Nahrungsgifte neutralisieren. Belegt ist dieser Umstand allerdings nicht.

 


Paarung und Aufzucht

Graupapageien gehen vermutlich eine lebenslange Ehe mit einem festen Partner ein. Genau belegt ist allerdings auch dieser Umstand nicht. Die Saison für die Paarung und Brut ist innerhalb der Art verschieden und richtet sich im Wesentlichen danach, wann die Regenzeit beginnt. Gebrütet wird in Baumhöhlen oder in abgestorbenen Bäumen. Das Weibchen legt zwischen zwei und fünf Eier, die in der mit Moderholz ausgelegten Höhle gelagert werden. Die Brutzeit der Vögel dauert ungefähr einen Monat. Während dieser Zeit wird das brütende Weibchen vom männlichen Tier mit Nahrung versorgt. Nach dem Schlüpfen brauchen die Jungtiere bis zu drei Monaten, bis sie ihre ersten Ausflüge unternehmen. Die genaue Anzahl an jährlichem Nachwuchs pro Paar ist bei wilden Graupapageien nicht bekannt. In Gefangenschaft können bis zu acht Jungtiere pro Jahr ausgebrütet werden. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Anzahl der wilden Jungtiere wesentlich niedriger liegt.

 

 

Steckbrief

 

        Die Lebenserwartung eines Graupapagei beträgt  bis zu 50 Jahre, auch sind bis zu 70 Jahre in Gefangenschaft möglich

        Der Ursprung der Tiere ist Afrika zu finden

        Die Geschlechtsreife tritt mit  2-4 Jahren ein

        Es liegt das Artenschutzabkommen B zu Grunde: Verpflichtung zum Abstammungsnaschweis und zur Kennzeichnung

        Die Brutzeit beträgt 28-30 Tage, zwei bis vier Jungtiere, welche 12-13 Wochen von den Alttieren versorgt werden

        Das Körpergewicht beträgt 350-450 Gramm Körpergewicht

       Die normale Körpertemperatur beträgt 40-41° C

        Die Herzfrequenz beträgt 350-500/ min

        Einen sichtbaren Geschlechtsunterschied gibt es nicht. Die Bestimmung ist über eine Blut-/Federuntersuchung möglich

 


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© www.graupapagei.org | letztes Update am 19.12.2012